Lebensgemeinschaft Steinnest

Lebensgemeinschaft Steinnest

Eine neue Vision:


 

Vor vielen Jahren begann ich das Steinnest aus einer mit Brombeeren überwucherten Wildnis aufzubauen. Mit den Jahren hat sich daraus ein Ort zum Leben entwickelt. Er liegt mitten in der Natur und ist nur durch einen 1km langen Forstweg  zum nächsten Dorf zu erreichen.  Rundherum ist überall Wald und danach kommen die Berge mit ihren bis zu 3000m hohen Spitzen.  

Momentan lebe ich dort seit einiger Zeit alleine und schon lange wächst in mir der Wunsch, dieses Paradies mit anderen Menschen zu teilen. In der Vorweihnachtszeit 2018 kam dann die Idee, eine kleine überschaubare Lebensgemeinschaft hier zu gründen. Ich möchte diesen Ort mit anderen teilen, und ich denke  es wird für alle eine Bereicherung sein . Obwohl ich es alles selbst geschaffen habe, habe ich es schon immer als Privileg empfunden hier leben zu dürfen, denn der Frieden und die Stille, die von diesem Ort ausgehen, habe ich nur selten irgendwo anders angetroffen.

Ich weiß, dass es in einer Gemeinschaft neue Herausforderungen geben wird , und dass wir uns gemeinsam ihnen stellen müssen, wenn wir erfolgreich zusammen leben wollen.

Ich bin momentan dabei Menschen überall in Deutschland  zu finden, die Interesse haben bei der Lebensgemeinschaft Steinnest  mitzumachen.  Wichtig  ist mir vor allem die Begeisterung für ein Leben in der Natur und der Mut  dem System weitesgehend den Rücken zuzukehren und etwas Neues zu beginnen.  Respekt und Achtung vor der Natur und natürlich auch vor den Menschen sind mir ebenfalls wichtig, wie auch das Annehmen der Veranwortung übernehmen für das eigene Leben, die eigenen Gedanken, Taten und Gefühle. 

Darüber hinaus wäre es toll Menschen mit vielen verschiedenen Fertigkeiten zu versammeln, so dass man voneinander lernen kann und es immer einen "Experten" für einen Bereich des praktischen Zusammenlebens gibt.

 

 
 
 

Was ist schon vorhanden:


 

Ich besitze  ein 2,5ha großes Stück Land , das von  zwei Gebirgsbächen umrandet am Fuße der französischen Pyrenäen liegt. Bis zum Dorf sind es 1km über einen holprigen Waldweg und danach 20km bis in die nächste Kleinstadt. Toulouse liegt ungefähr 100km entfernt. 

Auf meinem Land gibt einige Gebäude, die schon fix und fertig sind und als Wohnraum dienen können. Da wäre das Steinnest selbst mit seinen zahlreichen Zimmern, das Hexenhaus, ein  Holzhaus mit eigenem Bad, und ein geräumiger Campingwagen, der demnächst noch einen Ausbau bekommt.

Eine großzügig dimensionierte Solaranlage versorgt alles mit Strom, Wasser ist überall verfügbar und es gibt Telefon und Internet per Kabel. WLan und Handys wird es im Steinnest nicht geben, denn diese zerstörerische Technologie hat in einem harmonischen Miteinander mit der Natur nicht zu suchen.

Über die Jahre hinweg habe ich einige Gewächshäuser, viele Terassen und Hochbeete gebaut, die schon einen guten Ertrag abwerfen. Hier müsste allerdings sicher noch viel erweitert werden, um genug Gemüse für alle anzubauen. Ich habe viele Obstbäume gepflanzt, die nun schon einiges an Obst jedes Jahr tragen. Auch hier sollten natürlich noch weitere Bäume gepflanzt werden.

 

Was ist möglich:


 

Die angrenzenden Weiden Richtung Dorf könnte man, um auch die Haltung von größeren Tieren zu ermöglichen, günstig dazukaufen. Die jetzigen Besitzer sind keine Bauern und haben wenig Interesse daran. Zur Erweiterung des Wohnraumes steht noch ein Haus ohne Dach genannt "das Chateau"  auf  La Coline. Dieses Haus wurde früher bereits als Wohnraum genutzt, bevor die Landflucht alle in die Städte trieb. Immerhin hatte die Region dort früher über 1000 Einwohner und nun sind es gerade mal noch Hundert. Zusätzlich gibt natürlich die Möglichkeit Mobilheime aufzustellen. Wichtig ist es  einen guten Draht zum Bürgermeister zu haben :) !

 

Das liebe Geld:


 

Eine vollkommen autarke Gemeinschaft ist sicher das Endziel und ein Traum, dem System ganz zu entsagen, aber vorerst noch nicht möglich. Deshalb muss man natürlich auch überlegen, wie man an die nötigen Mittel kommt, um Reparaturen an Technik, Baummaterial und vieles anderes zu kaufen. Die laufenden Kosten sind verhältnismäßig gering, wenn man es mit dem Leben im System vergleicht, wo schon allein die Miete meistens die Hälfte des hart erschufteten Lohns wegfrißt.

Der Süden von Frankreich ist keine reiche Region und hier lässt sich schwerlich schnell Geld verdienen. Auf den Märkten kann man mit außergewöhnlichen Nahrungsmitteln, Käse, und Gemüse oder Pflanzen ganz ordentlich verdienen. Bestimmt gibt es noch andere Möglichkeiten, aber da ich selbst all die Jahre mein benötigtes Geld in Saisonarbeit in Deutschland verdient habe, habe ich mich bisher noch nicht damit beschäftigt. Ich denke, die letzendliche Lösung hängt vor allem auch von den Mitgliedern der Gemeinschaft und ihren Ideen und Fähigkeiten ab.